Therapieablauf

Meine Therapieerfahrung beginnt im Herbst 2012 nach Ausbildung zum Legasthenie-Trainer/Therapeut nach Reuter-Liehr: Zunächst praktizierte ich zwei Jahre in der hiesigen Grundschule, darüber hinaus auch auf Anforderung in benachbarten Schulen. Im Herbst 2014 verlagerte ich meine Arbeit wegen starken Zulaufs an Therapiekindern komplett nach Pürgen in die Villa Silbenbogen.


Begleitend war mir Erweiterung meiner Fachkompetenz wichtig, z.B. mit Zertifizierung zur Dyslexie-Therapeutin nach den Richtlinien und Qualitätsstandards des Bundes­verbands Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL) sowie von der notwendigen psychologischen Seite zum Heilpraktiker für Psychotherapie mit zusätzlichen Fachausbildungen der Verhaltenstherapie – allgemein wie speziell Kinder-Jugendlicher.


Das Therapiesetting findet überwiegend in Einzeltherapie statt, in einer individuellen und freundlichen Atmosphäre, in der sich die Kinder von Beginn an wohl fühlen und der für die Therapie zwingend notwen­dige Beziehungsaufbau problemlos beginnen kann.
Eine Therapieeinheit umfasst 60 Minuten incl. 10 Minuten Spielezeit und/oder Elterneinweisung. Etwa alle 10 Stunden wird ein Elterngespräch angestrebt.
Im Bedarfsfall biete ich Zweiergruppen an – insbesondere z.B. bei Schwierigkeiten der Sozialkompetenzen, Misserfolgserwartung und Impulskontrolle. So kann in geschütztem Rahmen das Erlernte im Transfer über Rollenspiele erprobt und gefestigt werden und bringt meist einen wichtigen Motivationsschub.


Mit einem klaren und systematisch-integrativ aufgebauten Therapiekonzept möchte ich jedes Kind in seiner individuellen Situation und seinen Kompetenzen stärken. Neben den schulischen Themen wird auch die emotionale, soziale und familiäre Situation berücksichtigt. Lerntherapeutische Interventionen verflechten sich mit psychotherapeutischen Ansätzen, um wieder positive Lernerfahrungen zu ermöglichen und Selbst­wirksamkeit zu entwickeln.

Dazu gehören

  • strukturiertes Training bei Lern-oder umschriebener Teilleistungsstörungen wie Legasthenie/Dyskalkulie und bei AD(H)S
  • Förderung und Festigung der graphomotorischen Fertigkeiten für eine gute Verschriftlichung als Basis
  • individuelle begleitende Stärkung der neuropsychologischen Basisfunktionen wie Gedächt­nis, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, logisches Denken, Sprache, Verarbeitungsgeschwindigkeit
  • Stärkung der emotionalen Situation wie Ressourcen- und Resilienz-Förderung, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit, Stressbewältigungstraining, Bewältigung von Prüfungsangst, Aufbau eines positiven Attributionsstils etc.

Basis der Lese- und Rechtschreibtherapie sind evidenzbasierte Methoden und Materialien – z.B. Lese- und Rechtschreibtraining von Reuther-Liehr, Marburger Rechtschreibtraining von Professor Schulte-Körne sowie zahlreiche Ergänzungsmaterial incl. therapeutischer Spiele, begleitend verhaltenstherapeutische Interven­tionen (Positiv Lernen, THOP, SELBST, Du schaffst es u.a.m.). Und nicht zu vergessen: meine reich­haltige Kinderbibliothek mit einer Fülle an passendem Lesestoff, der zu einem meist wesentlichen Etappen­ziel des Therapietrainings – Lesefreude wecken! – motiviert.

Rechenzug zur Begleitung der Fortschritte beim Therapieren der Dyskalkulie
Rechenzug zur Begleitung der Fortschritte beim Therapieren der Dyskalkulie

Um die Therapieerfolge in Transfer in die Familien und ins Schulleben zu unterstützen, bin ich gut vernetzt mit Lehrern, Schulpsychologen und Ärzten incl. Kinder- und Jugendpsychiatern oder -therapeuten. Zahlreiche Fort- und Weiterbildungen, Teilnahme an einschlägigen Fachtagungen (BVL sowie VfP) gewährleisten eine stetige Qualitätskontrolle meiner Arbeit – (s.a. Über mich).

So konnte ich schon vielen Kindern den Weg durch ihr Schulleben erleichtern und erhalte dafür erfreuliche Bestätigung. Mein größter Lohn ist jedoch stets die zunehmende Freude meiner Schützlinge an ihren eigenen Erfolgen und neu gewonnenen oder gesicherten Kompetenzen.


Die Therapie endet, wenn die definierten Ziele erreicht sind, die Kinder und Jugendlichen wieder erfolgreich am schulischen Lernen teilhaben und die Verantwortung für ihr Lernen weitestgehend selbst übernehmen können.

Anmerkung:
Das Therapietraining findet in der Regel in der „Villa Silbenbogen“ statt, nur fallweise biete ich das Training unterstützend an Schulen oder in Ausnahmenfällen bei den Familien an. In Sonderfällen wie z.B. Krankheit oder wie aktuell bei Einschränkungen wegen „Corona“ besteht auch die Möglichkeit einer Online-Therapie mit Hilfe der virtuellen Kommunikation.